Verantwortung für die Entwicklung des Kulturstandortes Uferhallen

30. April 2020

Faz / online

Kulturpolitik nach Corona: Wie könnte ein New Deal für die Kunst aussehen?


Die Krise bietet die Chance, Kunst und Bürger wieder in ein lebendigeres Verhältnis zu bringen. Wie könnte eine nachhaltige Förderung für eine Kunst aussehen, die weniger vom Markt abhängig ist? Maximal dezentral müsste sie sein, maximale Vielfalt müsste sie fördern und maximale Autonomie – ohne Künstler in die Beliebigkeit zu entlassen. Sieben Vorschläge, die auch schon vor der Krise Sinn ergeben hätten:
4. Arbeitsräume sichern
Auch vor dem Immobilienmarkt hat der Staat zuletzt kapituliert. Mit der Folge, dass unschätzbare Investitionen an Privatinvestoren fallen, wie die gemeinschaftlich betriebene Ateliergemeinschaft Uferstudios in Berlin an die Samwer-Brüder. Hätte das Land Berlin mitgeboten, hätte es sich viele andere Förderinstrumente sparen können. Um zu vermeiden, dass Künstlerförderung direkt an Vermieter fließt, müssen Städte und Länder Immobilien sichern.

Autor: Kolja Reichert